IMPEL Logo

BIOVAL: gemeinsames Projekt zur Bewertung ökologischer Schäden für eine mögliche Verwendung bei der Verfolgung von Wildtierverbrechen

IMPEL ist als Partner an BIOVAL beteiligt, einem gemeinsamen Projekt von EUFJE, ENPEKU Leuven und IMPEL. Ziel ist es, ein unverbindliches, praktisches Instrument zur Bewertung ökologischer Schäden zu schaffen. Die wichtigsten Vorteile der Anwendung eines solchen Bewertungsinstruments in Verwaltungs-, Zivil- oder Strafverfahren wären die größere Rechtssicherheit und die kürzere Verfahrensdauer. Es kann auch zu einer besseren Gleichbehandlung ähnlicher Fälle führen, die in verschiedenen Kontexten (verschiedene Regionen, verschiedene Gerichte, verschiedene Verfahren) bewertet werden. Der Anwendungsbereich des BIOVAL-Projekts ist zunächst auf die Bewertung wildlebender Tiere / Wirbeltiere beschränkt.

In der ersten Phase suchten und untersuchten die Partner bestehende Preislistensysteme in den EU-Mitgliedstaaten. Im Frühjahr 2020 wurde eine Online-Umfrage gestartet:

https://kuleuven.eu.qualtrics.com/jfe/form/SV_6YDf8GLJH876h8N

Um so viele Informationen wie möglich zu sammeln und Diskussionen anzustoßen, wurden drei Fälle an Richter, Staatsanwälte, Inspektoren, Wissenschaftler und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) weitergeleitet, die den Wolf, den Star und den Rotmilan betreffen.

Im August und September 2020 wurden die erhaltenen Informationen analysiert, wobei der Rotmilan (milvus milvus), der häufig Opfer von Vergiftungen und Lebensraumzerstörung ist, im Mittelpunkt stand. Diese Übung wurde durchgeführt, um ein Gefühl für die Werte zu bekommen; wie werden diese ausgewählt und welche Probleme bestehen? Als Ergebnis dieser "Rotmilan-Übung" wurden, kurz gesagt, Werte für den Rotmilan in nicht weniger als 10 (hauptsächlich osteuropäischen) Ländern gefunden, die über Preislisten oder ähnliche Instrumente verfügen. Die Werte reichen von € 150 in Bulgarien bis € 17.200 in Lettland.

Die Ergebnisse werden nun an das IMPEL-Naturschutz-Expertenteam, ENPE, EnviCrimeNet und Birdlife weitergeleitet, um Feedback und relevante Rechtsprechung zu erhalten.

Gegen Ende März 2021 wird eine Reihe von vertiefenden Online-Workshops zu BIOVAL und der Rotmilan-Übung stattfinden. Die Zielgruppe sind Umweltökonomen, Biologen, Richter, Staatsanwälte, Polizisten, Vollzugsbehörden usw.

>

Das Projektteam prüft auch mögliche Synergien mit ähnlichen LIFE-Projekten, wie LIFE SWiPE (Successful Wildlife Crime Prosecution in Europe), LIFE Nature Guardians und LIFE EUROKITE.

BIOVAL wird auf dem nächsten gemeinsamen Treffen der SFPs der Berner Konvention (IKB) und der UNEP/CMS MIKT Task Force im Frühjahr 2021 vorgestellt werden.

Interessiert an einer Teilnahme an diesem Projekt? Bitte kontaktieren Sie Farah Bouquelle.

We're using cookies

We use only essential cookies that are necessary for the use of the site.